Der am 25. Januar auf der Offshore-Plattform BARD Offshore 1 tödlich verunglückte BARD-Mitarbeiter ist am 27. Januar 2012 gegen 20 Uhr geborgen und nach Emden ausgeflogen worden. Dort wird der Leichnam untersucht. Zur Bergung waren Taucher der Feuerwehr Emden im Einsatz. Ein ferngesteuerter Tauchroboter hatte in der Nacht zum Freitag (27.01.2012) den Leichnam in der Nähe eines Fundamentpfeilers einer Windkraftanlage im Baufeld „BARD Offshore 1“ entdeckt.
Ein 31jähriger Industriekletterer ist im Offshore-Windpark BARD Offshore 1 unter Wasser gezogen worden, als sich aus bislang ungeklärter Ursache ein Bauteil während des Montageprozesses an dem Fundament der Windkraftanlage gelöst hatte und abgestürzt war. Foto: BARD-Gruppe
Ein zweiter Mitarbeiter konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen. Der Unfall ereignete sich an einem Fundament, auf dem in Kürze eine weitere Windkraftanlage aufgesetzt werden sollte. Der Hochseewindpark liegt rund 100 Kilometer nordwestlich von Borkum. Von den insgesamt geplanten 80 Windkraftanlagen sind mittlerweile rund 30 installiert.
Die Bauarbeiten im Bereich der Unglückstelle sind seither unterbrochen. Die Aufbaucrew war noch im Laufe des Unglüsckstags vom Errichterschiff „Wind Lift I“ aus nach Emden geflogen und seelsorgerisch betreut worden. Auch die Familie des verunglückten Mitarbeiters wird von einem Seelsorger betreut. Sie wurde ständig über den Fortgang der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen informiert.
Laut einer Pressemitteilung der BARD-Gruppe sind die Unternehmensführung und die Beschäftigten der Gruppe tief bestürzt über das tragische Geschehen und haben den Angehörigen ihr Mitgefühl ausgedrückt. An den Standorten in Bremen, Emden und Cuxhaven sowie auf den Schiffen des Unternehmens wurden die Flaggen auf halbmast gesetzt.
An der Suche waren anfangs auch Hubschrauber und Schiffe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), der Bundespolizei, der Marine und der Küstenwache beteiligt.
Weitere Informationen: www.bard-offshore.de